SUP – Stand Up Paddle Boarding

„Es ist frühs 6 Uhr und der Wecker klingelt. Am liebsten würde ich mich umdrehen und weiterschlafen, aber dann denke ich an den guten Swell von gestern Morgen. Raus aus den Kissen, rein in die Flip Flops und ab zum Strand. Freudige Erwartung kribbelt in meinem Bauch als die Dünen langsam die Sicht auf das Meer freigeben. Doch schon beim zweiten Blick erkenne ich, dass sich die heutigen Wellen zum Surfen leider nicht eignen. Die gestrige Vorhersage hatte doch Recht – wie ärgerlich. Aber wenn ich heute schon zu den Frühaufstehern gehöre, werde ich mir trotzdem mein Longboard schnappen und mich im SUP Boarding an der Küste üben.“ Tine, Surferin

SUP als Alternative zum Wellenreiten

Leider ist es beim Surfen oft so, dass man von einem guten Swell abhängig ist. Auf Vorhersagen ist bei der Unberechenbarkeit des Meeres leider auch nicht immer Verlass. Wer keine Lust hat von Strand zu Strand zu fahren, um dem guten Swell hinterher zu jagen, kann bei seichten Wellen das Stand Up Paddle Boarding (SUP) ausprobieren.

Ausrüstung

Wer beim Wellenreiten zum Longboard greift, kann dieses ebenso zum SUP verwenden – fehlt nur noch das Stechpaddel. Es gibt aber auch ein spezielles Stand Up Paddle Board, welches wesentlich länger (bis zu 5 Meter) und voluminöser ist als ein klassisches Surfbrett. Schließlich muss der Surfer sicher stehen können, um kraftvolle Paddelzüge zu bewältigen. Auch zum Kiten werden die Paddleboards bereits genutzt.

Die Wahl des SUP Boards

Die Wahl des Boards hängt vom Fahrer ab: in der Länge sollte es so lang und gleichmäßig wie möglich bespült werden, in der Breite jedoch so wenig wie möglich. Je schmaler das Stand Up Paddle Board ist, desto schwieriger ist natürlich das Stehen darauf. Hier kommt es auf das persönliche Balancevermögen an. Für die wellige See gibt es jedoch spezielle Open-Ocean-Boards, um die schwierigen Bedingungen der Wellen abzufangen. Bei einigen SUP Boards haben sogar zwei Personen Platz, somit steht selbst einem romantischen Küstenausflug nichts mehr im Weg. Zudem gibt es Modelle mit Mastschiene, so dass die Ausrüstung zum Windsurfen umfunktioniert werden kann. Das Paddel für das SUP kann aus Holz, Alu oder Glasfaser bestehen und sollte zwischen 20 und 30 cm länger sein als der Sportler.

Wettkampf im Stand Up Surfing

SUP ist aber nicht nur für eine Paddeltour auf seichten Gewässern oder Flachwasser-Rennen geeignet, sondern kann auch in den Wellen ausgeübt werden. Dabei ist das Stechpaddel mit einem kürzeren Schaft und kleinerem Paddelblatt ausgerüstet. Mittlerweile hat sich SUP zu einem Trend entwickelt und es gibt einige Wettkämpfe (z. B. Long oder Short Distance Races) in dieser Disziplin. Dabei geht es vor allem darum eine Strecke in kürzester Zeit zurückzulegen.

SUP World Cup

Selbst in meterhohen Wellen auf Hawaii werden bereits seit einigen Jahren atemberaubende Wettkämpfe im SUP ausgetragen. Die Stand Up World Tour zieht von der Inselkette im Pazifik u. a. über Frankreich, Tahiti, Kalifornien, und Brasilien. Zwar sind die SUP Events auf Deutschlands ruhigen Gewässern nicht ganz so spektakulär, aber wer einen Einblick in die Sportart bekommen möchte, sollte sich hier auf jeden Fall blicken lassen. Es gibt z. B. eine German Sup Challenge – bei diesem Rennen kann man sich sogar selbst auf ein Stand Up Paddle Board stellen.


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