Stefan Glowacz – der weltbeste Freeclimber

Freeclimbing ist eine der spannendsten und adrenalinreichsten Bergsportarten, die sich ein begeisterter Kletterer vorstellen kann. Immer auf der Suche nach neuen Felsen und neuen Herausforderungen – beim Freeclimbing kann man seinen Kopf völlig frei machen. Dabei sollte man natürlich nicht vergessen, dass Freeclimben zu einer der gefährlichsten Sportarten zählt. Im Gegensatz zum Bouldern klettert man beim Freeclimbing in bis zu 1000 Metern Höhe. Den wenigsten Kletterern bleibt es vorbehalten, mit diesem Sport ihr Geld zu verdienen. Doch es gibt einen Mann, der es schaffte aus seiner Freeclimbing-Passion seinen Beruf zu machen und vom Klettern zu leben: Stefan Glowacz.

Der Erfolgsweg von Stefan Glowacz

FreeclimbingDem Freeclimber, der 1965 das Licht der Welt erblickte, wurde sein Talent in die Wiege gelegt. Seine Eltern nahmen ihn schon als Kind mit in die Berge. Bei einem Kletterkurs entdeckte Stefan Glowacz mit 15 Jahren seine Leidenschaft und seine Kraft sowie Leistungsfähigkeit, die ihn bis heute von anderen Kletterern abhebt. Er hatte das Talent mit weniger Training trotzdem höher und weiter zu kommen als andere. Das hinderte ihn aber nicht daran, mit ungebändigtem Ehrgeiz zu trainieren und alles aus sich herauszuholen. 1985 gewann der Allround-Kletterer den ersten offiziellen Sportkletterwettkampf in Bardonecchia. Mit seiner Zielstrebigkeit und seinem Leistungsvermögen, gewann er 1987, 1988 und 1992 als Profi das Rock Master in Arco, die inoffizielle Weltmeisterschaft im Klettern. 1992 folgte der Sieg bei dem Demonstrationswettkampf bei den olympischen Winterspielen in Albertville. 1993 gewann er dann auch noch die Weltmeisterschaften in Innsbruck. Damit ist Stefan Glowacz der erfolgreichste Wettkampfkletterer Deutschlands.

Das Freeclimbing-Abenteuer

Doch mit diesen Siegen endet die Outdoor-Karriere von Stefan Glowacz noch lange nicht. Ihm gelang die Erstbesteigung „Des Kaisers neue Kleider“ im 10. Schwierigkeitsgrad – eine der schwierigsten Alpenkletterrouten. Ohne die Verpflichtungen der Wettkämpfe, konnte er sich ab jetzt auf die schwierigsten Routen und auch auf die Abenteuerreise des Freeclimbings begeben. Beim Freeclimbing konnte Glowacz seine Grenzen immer weiter austesten und seine Willenskraft neuen Herausforderungen stellen. Gegner hatte er dabei keine, da es kein Bergsteiger im Freeclimbing mit Stefan Glowacz aufnehmen konnte.

1000 Meter Freeclimbing

Auch 1000 Meter hohe Wände schrecken den Freeclimber nicht ab, ob in Kenia, Kanada, Mexiko oder Venezuela – die Leidenschaft zum Freeclimbing versiegte nie. Im Sommer 2000 musste es Sefan Glowacz sogar mit gefräßigen Eisbären aufnehmen, die ihm und seinem Team den Großteil des Vorrats wegfraßen. Trotzdem ließ er sich von der Expedition an der stürmischen Küste von Baffin Island nicht abbringen. Als Belohnung gelang Stefan Glowacz dann auch die Erstbesteigung am „Polar Bear Spire“. Doch der Rückweg war umso erschwerlicher, denn Stürme vereitelten die Rückkehr mit den Seekajaks über den Seeweg. Doch einen Stefan Glowacz kann so etwas nicht abschrecken. Inspiriert von dem Freeclimbing – Erfolg in Baffin Island kehrte er mit Freunden im Jahr 2008 dorthin zurück. Mitten im Winter, bei minus 30 Grad erkundeten sie den Norden der Insel. An diesem Ort, mit den rauen, menschenunfreundlichen Bedingungen, hatte es bisher noch keinen Kletterer verschlagen.


Hier mussten die Wände vor der Begehung noch entdeckt werden, das Freeclimbing war hier eine lebensgefährliche Herausforderung. Der drohende Eisaufbruch und die 350 Kilometer entfernte Zivilisation, machten diese Expedition zu einem gefährlichen Unterfangen. Doch so ist Stefan Glowacz – waghalsig, ehrgeizig und unermüdlich. Ein Freeclimbing-Talent ohne Gleichen und ein Vorbild, an dem man sehen kann, dass Talent und Ehrgeiz einen zu beinahe unerreichbaren Leistungen verhelfen kann. Nicht nur im Klettersport.


Kategorien: Outdoor Wissen

3 thoughts on “Stefan Glowacz – der weltbeste Freeclimber”

  1. Denise sagt:

    Ist einfach eine Legende!
    Danke für die schöne Aufarbeitung!

    Denise

  2. Dominik sagt:

    hallo ich finde es echt cool so was zu machen da braucht man sehr viel mut.

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