Trendsport Kiten: Das Powerkite

Kiten ist eine Trendsportart, mit der man sich an den Weiten des Strandes schwerelos fühlen kann. Wenn einen das Powerkite nach oben zieht, hat man gleich Schmetterlinge im Bauch und mit etwas Übung kann man hohe, dynamisch Sprünge mit dem Drachen vollführen. Das Kiten bietet zu jeder Jahreszeit maximalen Spaß und ist zwar eine junge, jedoch sehr abwechslungsreiche Sportart. Im Sommer ist Kite Surfing auf dem Meer oder anderen Gewässern besonders beliebt und im Winter kann man im Schnee das Snowkiten lernen.

Entstehung des Kiten

Ursprünglich kommen Kite Surfing, Snowkiten und das Powerkiten vom Buggysport. Denn Drachen, Material und Bekleidung, welche man für diese Sportart benötigt, wurden primär für das Buggykiten hergestellt. Das Kiten begann vor etwa 10 Jahren in Neuseeland, als Peter Lynn sich von einem Drachen auf seinen Füßen über den Strand ziehen ließ. Da er immer wieder zurück gehen musste, entwickelte er den ersten Buggy. Aus dieser Geschichte erwuchs schließlich das professionelle Buggykiten. Mit einem Powerkite bekommt das Kiten am Strand eine ganz neue Dimension, denn durch die Größe des Drachen wird man hoch in die Luft gezogen und fühlt sich frei wie ein Vogel. Mit diesem Trendsport kommt man dem Gefühl vom Fliegen – nur von Windkraft getrieben- wohl am nächsten. Es gibt außerdem spezielle Boards, die man sich am Strand, im Schnee und im Wasser unter die Füße schnallen kann.

Grundregeln Powerkite

Das Lenken von einem Power Kite kann eigentlich jeder lernen. Nicht nur am Strand, sondern auch auf weiten Feldern oder Wiesen ist das Powerkiten möglich. Jedoch sollte man bei Wiesen und Feldern auf Strommasten, Steine und Baumwurzeln achten. Der Strand besitzt vor allem für Anfänger den Vorteil, dass er gut überschaubar ist und man im Sand sehr weich landet. Absolutes Kiteverbot herrscht in Naturschutzgebieten sowie in der Nähe von Flugplätzen, Eisenbahnlinien und Straßen. Als Anfänger sollte man eine Windstärke von 2-3 nutzen, um zu lernen wie man das Powerkite am besten lenkt.

Leinenlänge für das Powerkite

Man sollte diese Sportart absolut nicht unterschätzen, schließlich ist die gespannte Leine an der das Powerkite hängt messerscharf und sehr hart. Die Verbindungen sollten richtig eingestellt und angeschlossen sein. Wind- und Wetterdaten müssen vorher unbedingt gecheckt werden, denn droht ein Gewitter kann das Kiten zu einem lebensgefährlichen Unterfangen werden. Bei wem die hohen Geschwindigkeiten noch Unbehagen auslösen, der sollte eine längere Schnüre wählen. Denn diese sorgt für mehr Widerstand in der Luft und das Power Kite fliegt dadurch langsamer. Die Standardlängen für das Power Kite am Strand betragen 20m bis 30m. Eine Länge von 100m – in manchen Regionen auch von 60m – dürfen die Leinen in Deutschland nicht überschreiten.

Bekleidung

Was viele vergessen, ist die richtige Kleidung – selbst am Strand sollte man festes Schuhwerk wählen, um Schnittwunden durch kleine Steine oder Muscheln zu vermeiden. Im Winter sind wind- und wetterfeste Jacken sowie Hosen am besten geeignet. Wenn man das Powerkite in der kühleren Jahreszeit nutzt, sollte man natürlich auch am Strand warm gekleidet sein.

Snowkite

Ein Snowkite ist ein Powerkite, mit dem hohe Geschwindigkeiten im Schnee erreicht werden und man sogar bergauf kiten kann. Geschwindigkeiten von über 70 km/h wurden bereits von Snowkitern gemessen. Unter die Füße werden Skier oder ein Snowboard geschnallt. Das Abenteuerliche beim Snowkiten ist, dass man durch das Powerkite auch in unberührte Pulverschnee-Gebiete kommt, die man sonst kaum erreichen würde. Außerdem kann man durch die Windenergie atemberaubende Sprünge vollführen oder einfach nur gemütlich durch den Schnee cruisen.


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