Die Outdoor Apotheke

Wer viel klettert und im Outdoor-Bereich unterwegs ist, hat meistens starke Muskeln und ist physisch sowie psychisch hart wie Stahl… Doch manchmal gibt es auch Situationen, die der stärkste oder die stärkste BergsteigerIn nicht mit einem lockeren Lächeln überstehen kann und die Apotheke zum Einsatz kommt. Denn auch in der rauen Natur und an den harten Felsen, holen einen manchmal die Alltagsbeschwerden wieder ein.

Und nichts ist ärgerlicher als bei der spannendsten Tour plötzlich Kopfschmerzen oder Durchfall zu bekommen. Da ist es empfehlenswert einige Medikamente aus der Apotheke bei sich zu haben.

Das Pflaster für starke Bergsteiger

Was in so einer Reiseapotheke auf keinen Fall fehlen darf sind: Pflaster. Wenn man Glück hat, gibt es die bestimmt auch mit kleinen Bergsteigern oder Gipfeln drauf. Wenn nicht, tut es auch ein gebräuchliches Pflaster – am besten wasserabweisend, falls man in den Regen kommt. Ebenso Fingerkuppenpflaster sollten nicht fehlen. Sprühpflaster sind zwar sehr praktisch, haben jedoch in der Regel auch etwas mehr Gewicht. Ein Sprühpflaster lässt die Wunde zumeist schneller heilen. Empfehlenswert sind auch Blasenpflaster, denn wenn man sich Blasen gerieben hat, kann die schönste Tour und Aussicht zum Albtraum werden. Da man sich in der freien Natur befindet und kaum Möglichkeiten hat, eine Wunde wirklich zu reinigen bzw. zu desinfizieren, empfiehlt es sich eine kleine Flasche Desinfektionsspray bei sich zu tragen. Denn entzündet sich die Wunde, kann es schnell zu einer Infektion oder gar Blutvergiftung kommen.

Binden bei Verletzungen

Bei größeren Verletzungen empfiehlt es sich, elastische Mullbinden aus der Apotheke mitzunehmen sowie Kompressen, die sind auch nicht schwer und passen in die kleinste Rucksackecke. Handelt es sich um Verletzungen, die nicht harmlos sind und man ist alleine unterwegs – ohne Handyempfang, um Hilfe zu holen oder man wird sogar verschüttet – sollte eine Trillerpfeife für den Notfall nicht fehlen. Das Handy sollte übrigens ein steter Begleiter sein, zumindest in Regionen mit Empfang kann es bei Kletter-Unfällen oder ähnlichen wirklich Leben retten. Damit es beim hoffentlich unfallfreien Sport draußen nicht nervt, einfach außerhalb der Notfälle auf stumm schalten.

Apotheke gegen Magenprobleme

Wer bei seiner Outdoor Expedition durch die Natur, gerne mal ein paar fruchtige Beeren verspeisen möchte, der läuft ratzfatz Gefahr einen Durchfall zu bekommen. Denn bei Abenteuer-Touren denkt man kaum an das regelmäßige Essen und ein leerer Magen reagiert auf Keime besonders empfindlich. Die Beeren mit Desinfektionsspray zu behandeln, ist dabei nicht die schmackhafteste Alternative. Zur Vorsorge sollte man lieber ein Durchfall-Mittel, wie z.B. Lopedium akut, in seine Reiseapotheke packen. Und Wasser auf Reisen, ob aus Bächen in der Natur oder Wasserhähnen in den Metropolen, hat auch schon fast jeden mal nicht mehr von der Toilette kommen lassen.

Ich habe Migräne!

Durch die Anstrengung bei Sportarten kann es auch mal zu Kopfschmerzen kommen. Ist man jedoch in der freien Natur, helfen Ausreden wie : „Ich hab Migräne. Ich leg mich erstmal auf die Couch.“ wenig und verderben einem die Expedition. Bis die nächste Couch in Reichweite kommt, sollte man mehrere Aspirin-Tabletten oder ähnliche Schmerztabletten parat haben.

Die gemeine Waldzecke

Bei Outdoor-Aktivitäten können Zecken lästig werden, zumal sie Krankheiten übertragen. Eine Zeckenzange aus der Apotheke (Material Kunststoff) kann da sehr hilfreich sein und auch dieses wichtige Teil der Outdoor Apotheke ist leicht und nimmt nicht viel Platz weg.

Augentropfen gegen tränende Augen

Wer ein Freund des Draußensein ist, setzt sein Gesicht Kälte und Wind aus. Das kann besonders die Augen austrocknen. In allen Apotheken gibt es für diesen Fall Augentropfen in kleinen Ampullen.

Gipfelstürmer

Als Belohnung darf man sich nach Erreichen des Ziels ruhig ein kleines Destillat, was auch in jede Outdoor Apotheke gehört, gönnen. Zumindest, wenn die Krankenschwester des Vertrauens gerade nicht hinsieht. Das dieses wärmt, wissen wir ja von den Bernhardiner-Rettungshunden. Aber nicht zu tief hineinschauen, sonst ist die Trittfestigkeit beim Abstieg dahin. Als Dessert darf es dann ein Stückchen Traubenzucker sein, damit man den Abstieg mit Kraft, Ausdauer und Elan bewältigen kann.


Kategorien: Outdoor Wissen

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